das MINsTitut bei ExperiMINTa für den Workshop „Ada“ — wie war es am 15. und 16. Februar?

Am 15. und 16. Februar waren wir mit unseren Robotern mal wieder bei EXPERIMINTA, dem Science Center in Bockenheim, zu Gast. In Form eines zweitägigen Workshops haben wir eine Gruppe von 8 tollen Mädels zwischen 10 und 12 Jahren anhand spannender Projekte zu Programmieren und Robotik an die Digitale Welt herangeführt.

Im Zentrum stand dabei immer das „selber Machen“: So haben die Mädels am Samstag nach einer Einführung ihrer Kreativität beim Programmieren unserer MBots freien Lauf gelassen und sogar einen Roboter, gemeinsam mit uns, selbst zusammengelötet. Am Sonntag haben sie sich dann an schwierigere Programmier-Projekte gewagt, die aber alle erfolgreich gemeistert haben! Die Mädels hatten sichtlich Spaß am Programmieren, sodass es ein rund um gelungenes Wochenende war.

Danke auch noch einmal an EXPERIMINTA für die fruchtbare Kooperation!

das MINsTitut zu Besuch an der IGS Nordend für zwei Aktionsnachmittage „Ada“ — wie war es am 27. und 29. Januar?

Am 27. und 29. Januar haben wir für zwei Aktionsnachmittage die IGS Nordend besucht. Dort haben wir mit einer aufgeweckten Gruppe von 8 interessierten Mädels jeweils drei Stunden an spannenden Aufgaben rund um die Themen digitale Welt und Robotik intensiv gearbeitet. Am ersten Nachmittag haben wir dazu erst einmal herausgefunden, wie ein Computer denkt und wie man ihm Befehle geben kann, sodass wir dies im Anschluss an unseren Robotern mbot und Bob3 ausprobieren konnten.

Am zweiten Nachmittag haben die Mädels dann in Zweiergruppen an eigenen größeren Projekten gearbeitet und so beispielsweise dem mbot beigebracht, einer Linie zu folgen. Wir hatten sehr viel Spaß bei der Arbeit mit den Mädchen und bedanken uns außerdem ganz herzlich bei Frau Greuel für die Organisation im Hintergrund!

Test des Linienführungssensors – der MBot fährt wie geplant seine Acht.

Mathematikangst: eine Emotion, die insbesondere Frauen und Mädchen hemmt — unsere Trainerin Elisa stellt ihr Forschungsthema vor.

Nur ein geringer Teil von Frauen ist in MINT-Berufen beschäftigt. Nach einer Statistik der Agentur für Arbeit (siehe Bundesagentur für Arbeit (2019), S.4) liegt der Anteil von Frauen, die 2019 in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik tätig sind, bei gerademal 15,4%.

Für all diese Bereich stellt Mathematik eine wesentliche Voraussetzung dar, sei es in Form von Berechnungen, Problemlösungen oder mathematischen Begrifflichkeiten. Da Jungen und Mädchen im schulischen Verlauf ähnlich gute Leistungsergebnisse in Mathematik zeigen (siehe etwa Hyde, Fennema, Ryan, Frost & Hopp, 1990; Else-Quest, Hyde & Linn, 2010), reicht das mathematikbezogene Stereotyp „Mathematik ist eben etwas für Jungs“ nicht aus, um diesen gender gap zu erklären – es muss eine andere Begründung für die unausgewogenen Anteile von Männern und Frauen in MINT-Berufen geben. Ein möglicher Faktor, der diese Entwicklung mit begünstigt, kann im Konstrukt der Mathematikangst gesehen werden.

Bei Mathematikangst handelt es sich um eine negative Emotion, die mit dem Gefühl der Anspannung, Sorge und Furcht einhergeht und speziell in Situationen auftritt, in denen die betroffene Person mit mathematischen Inhalten konfrontiert wird (vgl. Beilock, Willingham, 2014). Mathematikangst wurde u.a. bereits in mehreren PISA-Studien untersucht und kann sich je nach Intensität auf das allgemeine Wohlbefinden, die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses und damit auf die Leistung sowie im weiteren Verlauf auf die spätere Studien- und Berufswahl auswirken.

In zahlreichen Studien (siehe etwa Hyde, Fennema, Ryan, Frost & Hopp, 1990; Else-Quest, Hyde & Linn, 2010) konnte bereits nachgewiesen werden, dass Mädchen eine gesteigerte Disposition zeigen, ängstlich auf mathematische Problemlösungen, Berechnungen und damit auch auf Leistungssituationen im Bereich Mathematik zu reagieren. Gründe für diese asymmetrische Entwicklung können sicherlich u.a. in der Art und Weise gesehen werden, wie Eltern ihre Kinder erziehen. Hinzu kommen jedoch auch in der Gesellschaft kursierende Geschlechter-Stereotype wie „Mathematik ist nichts für Frauen“, die sich auf das Selbstwertkonzept der Mädchen und Frauen auswirken. In den Studien von Goetz et al (2013) und Bieg et al. (2015) konnte genau dieser Zusammenhang bestätigt werden:

Nach ihren Ergebnissen kann stark ausgeprägte Mathematikangst bei Mädchen über ein geringeres mathematisches Selbstkonzept erklärt werden. Umgekehrt kann jedoch auch ein stark ausgeprägtes mathematisches Selbstkonzept bei Mädchen eine Schutzfunktion vor dem negativen Einfluss mathematikbezogener Genderstereotype und damit auch vor Mathematikangst darstellen.

Die Kurse des MINSTIUTs zielen daher auf beides ab: Wir wollen durch verschiedene Methoden das mathematische und naturwissenschaftliche Selbstkonzept junger Frauen und Mädchen stärken, auf diese Weise der Entstehung von Mathematikangst entgegenwirken und eine freie Entfaltung von Frauen und Mädchen in MINT-Bereichen begünstigen.

Elisa schreibt ihre Abschlussarbeit über die Verbindung von Mathematikangst und Geschlecht.

Beilock, Sian L.; Willingham, Daniel T. (2014): Ask The Cognitive Scientist – Math Anxiety: Can Teachers Help Students Reduce It?, in „American Educator“, Summer 2014, S.28-43.

Bieg, Madeleine; Goetz, Thomas; Wolter, Ilka; Hall, Nathan C. (2015): Gender stereotype endorsement differentially predicts girls ́ and boys ́ state-trait discrepancy in math anxiety, in „Frontiers in Psychology“; 6 (2015) – 1404, URL:http://dx.doi.org/10.3389/fpsyg.2015.01404.

Else-Quest, N.M.; Hyde, J.S.; & Linn, M.C. (2010): Crossnational patterns of gender differences in mathematics; A meta-analysis, Psychological Bulletin, 136, S.103-127.

Goetz, Thomas; Bieg, Madeleine; Lüdtke, Oliver; Pekrun, Reinhard; Hall, Nathan C. (2013): Do Girls Really Experience More Anxiety in Mathematics?, in „Psychological Science“, 24 (2013), 10, S.2079-
2087.

Hyde, J.S.; Fennema, E.; Ryan, M.; Frost, L. A., & Hopp, C. (1990): Gender comparisons of mathematics attitudes and affect: A meta analysis, Psychology of Women Quarterly, 14, S-299-324.

Statistik der Bundesagentur für Arbeit Berichte: Blickpunkte Arbeitsmarkt – MINT-Berufe, Nürnberg, August 2019.

das MINsTitut gibt den Workshop „Sofja“, ein Mathetraining für Schülerinnen der Klassen 8-10 — Wie war es am 06.01. bis 10.01.2020?

Bei unserem Workshop „Sofja“ haben wir in den Weihnachtsferien mit einer tollen Gruppe von Schülerinnen der zehnten und elften Klasse ein intensives Mathetraining betrieben: Eine Woche lang haben wir Grundlagen wiederholt, Lücken geschlossen, das Bearbeiten und Präsentieren von Aufgaben geübt und dabei einige Expertinnen in verschiedenen Themenbereichen gekürt.

Was unsere Schülerinnen dabei auch gemerkt haben: Mathematik ist keine trockene Wissenschaft, sondern begegnet uns tagtäglich, sogar auf der Frankfurter Zeil: Mit Hilfe der erworbenen Fähigkeiten wurden erfolgreich Geschwindigkeiten von Rolltreppen berechnet, Steigungen von Treppengeländern bestimmt und sogar abgewogen, inwiefern sich das Tanken hinter der luxemburgischen Grenze in Zeiten des Klimawandels lohnt😉.

Der Workshop hat uns sehr viel Spaß gemacht und war für uns und unsere Schülerinnen, die zu einem tollen Team zusammengewachsen sind, ein voller Erfolg – Danke dafür und gutes Gelingen in den kommenden Mathematikstunden!

Sie interessieren sich für einen unserer Workshops? Schreiben Sie uns gerne eine Mail an kontakt[at]minstitut.de!

das MINsTitut mit einem Mitmachstand beim „Lernfest für Familien“ — Wie war es am 01.12.2019?

Auch beim Lernfest für Familien, das am 1.12. von Umwelt Lernen Frankfurt e.v. in der Orangerie im Günthersburgpark veranstaltet wurde, waren wir wieder mit einem Mitmachstand dabei.

Dort haben wir mit den Besuchern, angefangen bei den allerkleinsten bis zu den Eltern, spannende Programme für unsere Roboter geschrieben und gemeinsam ausprobiert, was die so alles können. Natürlich durfte auch unser Quiz zu berühmten Frauen aus der Wissenschaft nicht fehlen, was viele Eltern und Kinder zu Gesprächen angeregt hat.

Danke auch an das Team von Umwelt Lernen für die Organisation dieser wiedermal sehr schönen Veranstaltung!

das MINsTitut bei ExperiMINTa für den Workshop „Ada: Coding für Mädels“ — Wie war es am 04.10.2019?

Bei unserem Workshop „Ada“, den wir in den Herbstferien bei dem Frankfurter Mitmach-Museum Experiminta durchgeführt haben, haben wir mit einer tollen Gruppe von 8 Mädels aus der 5. und 6. Klasse viel über Programmieren und Robotik gelernt und vor allem mit viel Spaß selbst ausprobiert.

Dabei haben die Mädels über Scratch eigene Logos animiert, unsere mBots dazu gebracht, Hindernisse zu erkennen und zu umfahren und sich schon an richtige Arduino-Codes gewagt, um unseren Bob3 zu programmieren.

Der Workshop war für uns und die Mädels ein super Erfolg – danke dafür auch an das Team von Experiminta!

das MINsTitut auf dem Klimabildungs-Festival am Mainkai — Wie war es am 22.09.2019?

Wir hatten eine tolle Zeit mit all den Schüler*innen, die unsere Mitmachtische im Rahmen des Klimabildunngs-Festivals besucht haben.

Im Gepäck hatten wir zum Beispiel unsere programmierbaren Roboter, Solarzellen, Propeller und Kabel + Klemmen zum Basteln und Probieren.

Mädels wurden von uns gezielt angesprochen und das hat super funktioniert!  Der Andrang war groß – die Mädels (und auch Jungs) hatten offensichtlich Spaß !

Insgesamt war es ein wunderbares Festival zum Thema Klima und Nachhaltigkeit – wir bedanken uns sehr herzlich beim Netzwerk für nachhaltige Bildung, dass wir dabei sein konnten!